NVIDIA GeForce RTX 4060

NVIDIA GeForce RTX 4060: Power für Gamer und Kreative im kompakten Format
Architektur und wichtige Eigenschaften
Die Grafikkarte NVIDIA GeForce RTX 4060 basiert auf der Ada Lovelace-Architektur, die einen evolutionären Schritt nach Ampere darstellt. Der Fertigungsprozess TSMC 4N (5-nm-Klasse) sorgt für eine erhöhte Transistordichte und Energieeffizienz. Zu den wichtigsten Neuerungen gehören:
- RT-Kerne der dritten Generation: Optimieren das Raytracing und machen Licht, Schatten und Reflexionen in Spielen realistischer.
- Tensor-Kerne der vierten Generation: Verantwortlich für den Betrieb von DLSS 3, der nicht nur die Auflösung erhöht, sondern auch ganze Bilder generiert, um die FPS zu steigern.
- Shader Execution Reordering (SER): Optimiert die Ausführung von Aufgaben, verringert Latenzen und verbessert die Leistung in Szenen mit RT.
Die Unterstützung von DLSS 3.5 (mit verbessertem Raytracing durch Ray Reconstruction) und FidelityFX Super Resolution von AMD (über offenen Standard) macht die Karte vielseitig einsetzbar für verschiedene Spiele.
Speicher: Geschwindigkeit und Volumen
Die RTX 4060 ist mit 8 GB GDDR6 und einem 128-Bit-Speicherinterface ausgestattet. Die Bandbreite erreicht 272 GB/s, was niedriger ist als bei der RTX 4060 Ti (288 GB/s), aber dennoch ausreichend für 1080p und 1440p. In Spielen mit Ultra-Texturen oder 4K kann es jedoch an VRAM mangeln – beispielsweise in Hogwarts Legacy oder The Last of Us Part I bei maximalen Einstellungen.
Für die meisten modernen Projekte sind 8 GB ausreichend, aber Enthusiasten sollten über die RTX 4070 mit 12 GB nachdenken, wenn das Budget es zulässt.
Leistung in Spielen: FPS und Auflösungen
In 1080p zeigt die RTX 4060 überzeugende Ergebnisse:
- Cyberpunk 2077 (Ultra, ohne RT/DLSS): 65-70 FPS;
- Elden Ring (Max): 80-85 FPS;
- Call of Duty: Warzone (Ultra): 110-120 FPS.
Mit aktivem DLSS 3 in unterstützten Spielen (z. B. Alan Wake 2) steigen die FPS um 40-60 %, und in Cyberpunk 2077 mit Raytracing und DLSS liefert die Karte stabile 90 FPS.
Für 1440p (2560x1440) ist die RTX 4060 bedingt geeignet: in Horizon Forbidden West (High) — 55-60 FPS, aber im DLSS Quality-Modus — bis zu 75 FPS. In 4K (3840x2160) ohne DLSS ist die Karte nicht komfortabel: Red Dead Redemption 2 erreicht kaum 30 FPS auf Ultra.
Fazit: Ideal für 1080p-Gaming mit RT und DLSS, für 1440p jedoch mit Vorbehalten.
Professionelle Aufgaben: Nicht nur Spiele
Dank der CUDA-Kerne (3072 Stück) und Unterstützung für OpenCL meistert die RTX 4060:
- Videobearbeitung: In DaVinci Resolve dauert das Rendern eines 4K-Projekts 20 % weniger Zeit als bei der RTX 3060.
- 3D-Rendering: In Blender (Cycles) verarbeitet die Karte die BMW-Szene in ~4 Minuten im Vergleich zu ~5,5 Minuten bei der RTX 3060.
- Wissenschaftliche Berechnungen: Bioinformatik- und ML-Aufgaben werden durch CUDA und optimierte Bibliotheken beschleunigt.
NVENC (Encoder der siebten Generation) sorgt für ein flüssiges Streaming in OBS, ohne die CPU zu belasten.
Energieverbrauch und Wärmeabgabe
Der TDP der RTX 4060 beträgt 115 W, was 35 % weniger ist als bei der RTX 3060 (170 W). Dies ermöglicht die Verwendung der Karte selbst in kompakten Builds.
- Kühlung: Referenzmodelle sind mit zwei Lüftern ausgestattet (Temperatur unter Last — ~65°C). Für Gehäuse mit schlechter Belüftung sind Modelle mit dreifachem Kühlsystem (z. B. von ASUS Dual oder MSI Ventus) besser geeignet.
- Gehäuse: Ein Gehäuse mit 2-3 Lüftern ist minimal ausreichend. Mesh-Designs (z. B. Fractal Design Pop Air) werden empfohlen.
Vergleich mit Wettbewerbern
Der Hauptkonkurrent ist die AMD Radeon RX 7600 (8 GB GDDR6):
- In DX12-Spielen (Shadow of the Tomb Raider) ist die RTX 4060 15-20 % schneller;
- Bei aktiviertem RT vergrößert sich der Abstand auf 30-40 % zugunsten von NVIDIA dank DLSS 3;
- Allerdings kann die RX 7600 in DX11-Projekten (Assassin’s Creed Valhalla) manchmal aufgrund der AMD-Optimierung gewinne.
Für diejenigen, die auf den Preis achten, ist die RX 7600 etwa 10 % günstiger, aber die RTX 4060 bietet eine bessere Unterstützung für Raytracing und KI-Technologien.
Praktische Tipps
- Netzteil: 450-500 W sind ausreichend (Bronze 80+ empfohlen). Für Systeme mit Ryzen 7/i5 und RTX 4060 reicht das Corsair CX550.
- Kompatibilität: PCIe 4.0 x8 (abwärtskompatibel mit PCIe 3.0, aber mit einem Leistungsverlust von 1-3 %).
- Treiber: Verwenden Sie Studio Driver für professionelle Anwendungen und Game Ready für Spiele. Aktualisieren Sie die Software regelmäßig über GeForce Experience.
Vor- und Nachteile
Vorteile:
- Hohe Energieeffizienz;
- DLSS 3 und überlegene Leistung in RT-Szenen;
- Unterstützung von AV1 für Streamer;
- Niedrige Temperaturen und Geräuschpegel.
Nachteile:
- Nur 8 GB VRAM (beschränkt in 4K und einigen 1440p-Szenarien);
- Enges 128-Bit-Speicherinterface;
- Höherer Preis im Vergleich zu direkten AMD-Konkurrenten.
Fazit: Für wen ist die RTX 4060 geeignet?
Diese Grafikkarte ist eine hervorragende Wahl für:
- Gamer, die in 1080p mit Ultra-Einstellungen und RT spielen;
- Streamer, die NVENC und geringen Energieverbrauch schätzen;
- Videoredakteure und Designer, die mit moderaten Rendering-Anforderungen arbeiten.
Wenn Sie nicht auf 4K setzen und moderne Technologien ohne Aufpreis für Spitzenmodelle wünschen, wird die RTX 4060 eine ausgewogene Lösung sein. Für zukünftige Anwendungen (insbesondere angesichts der wachsenden Anforderungen an VRAM) ist es jedoch ratsam, die RTX 4070 oder RX 7700 XT in Betracht zu ziehen.