Intel Graphics 24EU (Twin Lake)
Intel Graphics 24EU (Twin Lake): 1 GHz garantiert keinen Leistungszuwachs
Intel Graphics 24EU im Processor N150 nutzt weiterhin die Xe-LP-Architektur und 24 Ausführungseinheiten. Im Vergleich zum Intel N100 ist die maximale GPU-Taktfrequenz von 750 MHz auf 1 GHz gestiegen. Der Takt hat sich um 33 % erhöht, in den Tests zeigt sich jedoch kein gleich großer Leistungszuwachs. Die Ergebnisse der Mini-PCs mit N150 unterscheiden sich deutlich, und ein separates System mit N97 ist sogar schneller als die getesteten Modelle mit N150.
Weiterhin 24 EU, aber mit höherem Takt
Der Intel Processor N150 ist mit einer integrierten Grafikeinheit mit 24 Ausführungseinheiten und einer maximalen dynamischen Taktfrequenz von 1 GHz ausgestattet.
Auch der Intel Processor N100 verfügt über 24 EU, seine maximale Taktfrequenz beträgt jedoch 750 MHz. Die Architektur hat sich nicht verändert - beide Konfigurationen gehören zur Xe-LP-Familie.
Die Möglichkeiten des Speichercontrollers haben sich dagegen praktisch nicht verändert. Der N150 unterstützt DDR4-3200, DDR5-4800 und LPDDR5-4800, während der Speichercontroller weiterhin einkanalig arbeitet.
Beim höher angesiedelten Intel N250 ist der Grafikteil leistungsfähiger: Er verfügt über 32 EU statt 24 und erreicht bis zu 1,25 GHz. Die Variante mit 24 EU ist daher dem N150 zuzuordnen; im N250 kommen bereits 32 EU zum Einsatz.
Benchmarks in realen Geräten
Selbst Mini-PCs mit demselben Intel Processor N150 zeigen deutlich unterschiedliche Ergebnisse. In der Tabelle ist der Graphics Score von 3DMark angegeben, nicht die Gesamtpunktzahl des Systems.
| Gerät | Prozessor | 3DMark Time Spy Graphics | 3DMark Fire Strike Graphics |
|---|---|---|---|
| Aoostar WTR Pro | Intel Processor N150 | 404 | 1434 |
| Ninkear Mbox 11 | Intel Processor N150 | 392 | 1339 |
| Beelink EQ14 | Intel Processor N150 | 321 | 1154 |
| Beelink Mini S12 Pro | Intel Processor N100 | 328 | 1258 |
| Acemagic S1 | Intel Processor N97 | 473 | 1646 |
Die Differenz zwischen den drei Systemen mit N150 beträgt im Time Spy Graphics bis zu 26 %.
Der Beelink Mini S12 Pro mit N100 erreicht 328 Punkte und ist damit sogar etwas schneller als der EQ14 mit N150. Der Acemagic S1 mit N97 erzielt 473 Punkte und liegt damit vor allen drei Systemen mit N150.
Auf diesem Leistungsniveau können Power-Limits, Kühlung und Speicher das Ergebnis stärker beeinflussen als der Unterschied bei den GPU-Taktfrequenzen. Der Takt von bis zu 1 GHz ermöglicht es dem N150, schneller als der N100 zu sein, das konkrete Ergebnis hängt jedoch von der Umsetzung im jeweiligen Gerät ab.
Spiele
Für Baldur's Gate 3 reicht die Leistung bereits nicht mehr aus: Der Beelink EQ14 mit N150 erreicht bei 1280 x 720 und niedrigen Einstellungen etwa 7,6 FPS.
GTA V läuft deutlich besser. Bei 1920 x 1080 und den niedrigsten Einstellungen werden etwa 25 FPS erreicht, bei 1366 x 768 sind es ungefähr 43 FPS.
F1 22 erreicht bei 1280 x 720 mit dem Profil Ultra Low etwa 20 FPS und bei 1920 x 1080 mit der Einstellung Low etwa 11 FPS. In Strange Brigade sind bei 720p und den niedrigsten Einstellungen ungefähr 27 FPS möglich.
Ältere und wenig anspruchsvolle Spiele lassen sich ausführen, insbesondere nach einer Reduzierung der Auflösung. Für moderne, anspruchsvolle Spiele reicht die Leistung von 24 EU selbst bei den niedrigsten Einstellungen nicht aus.
Video und Bildausgabe
Neben 3D ist Intel Graphics 24EU für die Hardwaredekodierung von Videos und die Bildausgabe zuständig. Die Grafikeinheit unterstützt Intel Quick Sync Video, Auflösungen bis 4K bei 60 Hz und den Anschluss mehrerer Displays.
Für einen Office-Mini-PC reicht die GPU-Leistung aus, einschließlich der Videowiedergabe und des Betriebs mehrerer Monitore. Die Schwachstelle der 24EU ist die 3D-Leistung.
Fazit
Die Grafikeinheit des N150 arbeitet mit einer höheren Taktfrequenz, leistungsmäßig bleibt sie jedoch auf demselben Einstiegsniveau. Das Ergebnis hängt deutlich vom jeweiligen Mini-PC, seinen Power-Limits, der Kühlung und dem Speicher ab.
Im Time Spy Graphics erreichen die getesteten Systeme mit N150 zwischen 321 und 404 Punkte. Ein gut abgestimmtes System mit N100 oder N97 kann dabei schneller sein als ein einzelner Mini-PC mit N150.
In Spielen bleibt Intel Graphics 24EU eine Grafikeinheit der Einstiegsklasse. Der Wechsel vom N100 zum N150 garantiert allein keinen Leistungszuwachs: Die konkrete Umsetzung im Mini-PC kann hier wichtiger sein als der Unterschied zwischen den Prozessoren.
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