Intel Core Ultra 7 155U

Intel Core Ultra 7 155U: Hybride Architektur für mobile Aufgaben. Analyse des Meteor Lake Prozessors
März 2025
Architektur und Fertigungstechnik: Chiplets, hybride Kerne und neue Grafik
Der Prozessor Intel Core Ultra 7 155U ist der erste Vertreter der Meteor Lake Reihe, der auf 7-nm Fertigungstechnik mit einer Chiplet-Architektur basiert. Dies ist eine Revolution für Intel: Der Chip ist in separate Module (Recheneinheit, Grafik, SoC, Ein- und Ausgabe) unterteilt, was die Energieeffizienz erhöht und die Produktion vereinfacht.
Struktur der Kerne:
- 12 Kerne (10 "native" + 2 Niederspannungs-LP E-Cores):
- 2 Performance-Kerne (P-Cores, Golden Cove) mit Hyper-Threading (4 Threads);
- 8 Efficient-Kerne (E-Cores, Gracemont) — 8 Threads;
- 2 LP E-Cores für Hintergrundaufgaben (z. B. Updates im Schlafmodus).
- Taktfrequenzen:
- Basis P-Core: 2.0 GHz;
- Maximaler Turbo-Boost P-Core: 4.8 GHz;
- E-Cores: bis zu 3.5 GHz.
- Cache: 12 MB L3.
- iGPU: Integrierte Grafik Intel Arc Xe-LPG mit 96 EU (Execution Units), Unterstützung für DirectX 12 Ultimate und Hardware-Raytracing.
Besonderheiten der Architektur:
- AI-Beschleuniger NPU für maschinelles Lernen (Beschleunigung der Hintergrundgeräuschunterdrückung, Bildbearbeitung);
- Unterstützung für PCIe 5.0 und LPDDR5X-7500;
- Technologie Intel Thread Director zur Optimierung der Aufgabenverteilung zwischen den Kernen.
Energieverbrauch und TDP: Flexibilität für Ultrabooks und schlanke Workstations
Die TDP des Prozessors variiert von 12 W (Energiesparmodus) bis 57 W (maximale Leistung). Dies ermöglicht den Einsatz des Chips in verschiedenen Gerätekategorien:
- 12–28 W: Ultrabooks mit passiver Kühlung (Beispiel: Lenovo Yoga Slim 7, Betriebsdauer bis 18 Stunden);
- 28–57 W: Laptops mit aktivem Kühlsystem für Aufgaben wie Rendering (Beispiel: MSI Prestige 16).
Dynamische Leistungssteuerung:
Der Prozessor passt den Energieverbrauch automatisch je nach Last an. Beispielsweise werden im „Energiesparmodus“ (Windows) P-Cores deaktiviert, während die Aufgaben auf E-Cores ausgeführt werden.
Leistung: Von Büroaufgaben bis leichtes Gaming
Büroaufgaben (Chrome, Excel, Zoom):
- Start von 50 Tabs + Streaming-Video: CPU-Auslastung überschreitet nicht 30%, Temperatur — 45°C.
- Rendering einer Präsentation in PowerPoint mit 3D-Effekten: 2–3 Sekunden.
Multimedia:
- Konvertierung von 4K-Video in DaVinci Resolve: 20% schneller als der Core i7-1260P (Alder Lake).
- Streaming in OBS: NPU für Geräuschunterdrückung aktiv, CPU-Auslastung — 40%.
Gaming:
- Die integrierte Grafik Xe-LPG zeigt 45–60 FPS in Spielen bei niedrigen Einstellungen:
- Cyberpunk 2077 (720p, Low): 32 FPS;
- Fortnite (1080p, Medium): 58 FPS;
- CS2 (1080p, High): 76 FPS.
- Im Turbo-Modus (57 W) steigt die Frequenz der iGPU auf 1.5 GHz, aber nach 10 Minuten beginnt das Throttling aufgrund von Überhitzung in schlanken Gehäusen.
Turbo-Modus:
Die maximale Frequenz von 4.8 GHz wird nur auf 1–2 Kernen erreicht und hält 15–20 Sekunden. Im Benchmark Cinebench R23:
- Einzelkern: 1789 Punkte;
- Multikern: 11245 Punkte.
Nutzungszenarien: Für wen eignet sich Ultra 7 155U?
1. Büromitarbeiter und Studenten: Multitasking (Desktop-Anwendungen + Browser + Videokonferenzen) ohne Verzögerungen.
2. Kreative Profis: Leichter Videoschnitt, Arbeiten mit Photoshop, Figma.
3. Mobile Gamer: Spiele wie CS2 oder Dota 2 ohne diskrete Grafikkarte.
4. Reisende: Autonomie bis zu 14 Stunden im Lesemodus (Geräte mit Batterie 70+ Wh).
Beispiele für Laptops:
- Acer Swift Edge 16 (1.2 kg, OLED-Display, $1299);
- Dell XPS 14 (14 Zoll 4K-Display, $1599).
Autonomie: Wie der Prozessor den Akku schont
- Intel-Technologien:
- Deep Learning Boost — Optimierung der Lastverteilung auf die Kerne durch KI;
- Adaptix — dynamisches Deaktivieren nicht genutzter Module.
- Betriebsmodi:
- Betriebsdauer von der Batterie (Web-Surfen): 10–14 Stunden (abhängig von der Batteriekapazität);
- Bei maximaler Last (Spiele): 1.5–2 Stunden.
Tipp: Deaktivieren Sie den Turbo-Modus in den Energieeinstellungen, um die Autonomie um 20–30% zu erhöhen.
Vergleich mit Wettbewerbern
1. AMD Ryzen 7 8840U (Phoenix):
- Vorteile: Bessere Multithreading-Leistung (16 Threads), iGPU Radeon 780M ist im Gaming stärker.
- Nachteile: Höherer Preis (Laptops ab $1400), weniger Optimierung für KI-Aufgaben.
2. Apple M3 (MacBook Air):
- Vorteile: Rekord-Autonomie (18+ Stunden), leiser Betrieb.
- Nachteile: Eingeschränkte Kompatibilität mit Windows-Software, keine Unterstützung für eGPU.
3. Intel Core i7-1360P (vorherige Generation):
- Ultra 7 155U ist 15% schneller in Multithreading-Aufgaben und 40% energieeffizienter.
Vor- und Nachteile
Stärken:
- Hybride Architektur für ein Gleichgewicht zwischen Leistung und Autonomie;
- Unterstützung moderner Standards (Wi-Fi 7, PCIe 5.0);
- Erschwingliche Laptoppreise (ab $999).
Schwächen:
- Turbo-Modus ist in dünnen Gehäusen instabil;
- iGPU unterliegt der Radeon 780M (AMD) im Gaming;
- Begrenzte Anzahl von P-Kernen für anspruchsvolle professionelle Aufgaben.
Empfehlungen zur Auswahl eines Laptops
1. Gerätetyp:
- Ultrabook: Suchen Sie Modelle mit passiver Kühlung und einer Batterie mit mehr als 60 Wh (Beispiel: HP Spectre x360).
- Workstation: Wählen Sie Laptops mit zwei Lüftern und TDP über 40 W (Beispiel: Asus Zenbook Pro 14).
2. Display: Für kreative Aufgaben — mindestens 90% sRGB, für Gaming — 120 Hz.
3. RAM: 16+ GB LPDDR5X (für KI-Aufgaben).
4. Speicher: SSD-Größe ab 1 TB (PCIe 4.0).
Fazit
Der Intel Core Ultra 7 155U ist ein Prozessor für diejenigen, die Vielseitigkeit suchen. Er eignet sich für:
- Benutzer, die von einem PC auf ein Laptop umsteigen und die Leistung beibehalten möchten;
- diejenigen, die auf die Autonomie Wert legen, aber gelegentlich Leistung für Rendering oder Gaming benötigen;
- Fans moderner Technologien (KI, Wi-Fi 7, dünne OLED-Laptops).
Wesentliche Vorteile: Flexibilität der TDP, Unterstützung für KI-Beschleunigung, akzeptable Gaming-Leistung ohne dedizierte Grafikkarte. Wenn Ihr Budget zwischen $1000 und $1500 liegt, wird Ultra 7 155U eine gute Wahl für die nächsten 3–4 Jahre sein.