Apple M2 Pro
Apple M2 Pro - 12-Kern-Prozessor für MacBook Pro und Mac mini
Der Apple M2 Pro erschien im Januar 2023 als leistungsstärkere Version des M2 für das MacBook Pro und den Mac mini. Die größere Konfiguration verfügt über 12 CPU-Kerne und eine integrierte GPU mit 19 Kernen.
Im Vergleich zum regulären M2 ist der Chip bei Multithread-Aufgaben und GPU-Belastungen schneller, da er über mehr CPU- und GPU-Kerne verfügt. Für den größten Leistungszuwachs sorgen zusätzliche Performance-Kerne, eine leistungsfähigere Grafik und die doppelte Speicherbandbreite.
Architektur und Versionen des M2 Pro
Der M2 Pro wird im 5-nm-Verfahren der zweiten Generation gefertigt und enthält rund 40 Milliarden Transistoren.
Die größere Version nutzt 12 CPU-Kerne - acht Performance-Kerne und vier Effizienzkerne - sowie eine GPU mit 19 Kernen.
Außerdem wurde ein kleinerer M2 Pro mit 10 CPU-Kernen und einer 16-Kern-GPU angeboten. Er kam vor allem in den Basiskonfigurationen des MacBook Pro 14 und des Mac mini zum Einsatz.
Die Speicherbandbreite des Unified Memory beträgt 200 GB/s, die maximale Kapazität 32 GB. Im Vergleich zum regulären M2 hat sich die Bandbreite verdoppelt. Das verringert die Einschränkungen bei der gleichzeitigen Arbeit von CPU und GPU.
Leistung des M2 Pro in realen Geräten
Der 12-Kern-M2 Pro wurde im MacBook Pro 14, im MacBook Pro 16 und im Mac mini verbaut. Alle drei Geräte verfügen über eine aktive Kühlung und können unter Multithread-Last über längere Zeit eine hohe Leistung aufrechterhalten.
| Gerät | CPU / GPU | Geekbench 6 Single-Core | Geekbench 6 Multi-Core | Cinebench R23 Single-Core | Cinebench R23 Multi-Core | Einführungspreis |
|---|---|---|---|---|---|---|
| MacBook Pro 14 (2023) | M2 Pro 10C / 16C | ~2653 | ~12168 | ~1643 | ~11811 | $1999 |
| MacBook Pro 14 (2023) | M2 Pro 12C / 19C | ~2670 | ~14442 | ~1647 | ~14787 | $2499 |
| MacBook Pro 16 (2023) | M2 Pro 12C / 19C | ~2670 | ~14763 | ~1605 | ~14091 | $2499 |
| Mac mini (2023) | M2 Pro 12C / 19C | ~2656 | ~14317 | ~1648 | ~14785 | $1599 |
Die Single-Thread-Leistung der 10- und 12-Kern-Versionen ist nahezu identisch, da dieselben CPU-Kerntypen mit ähnlichen Taktraten zum Einsatz kommen.
Der wesentliche Unterschied zeigt sich im Multi-Core-Test. In Cinebench R23 erreicht der größere M2 Pro etwa 14.000 bis 14.800 Punkte, während die 10-Kern-Version auf rund 11.800 Punkte kommt. Die zusätzlichen zwei Performance-Kerne erhöhen die Geschwindigkeit beim Rendern, Kompilieren und bei anderen Multithread-Aufgaben.
Zwischen Geräten mit demselben 12-Kern-M2 Pro fällt der Unterschied deutlich geringer aus. Der Mac mini und beide MacBook-Pro-Modelle erzielen ähnliche Ergebnisse, sodass das konkrete Gerät die Resultate kurzer CPU-Tests kaum beeinflusst.
Die aktive Kühlung hilft dabei, unter anhaltender Last länger hohe Taktraten aufrechtzuerhalten. Daher sind die Unterschiede zwischen Mac mini und MacBook Pro hier deutlich geringer als zwischen dem passiv gekühlten MacBook Air und den lüfterbestückten Modellen mit dem regulären M2.
Grafik, Speicher und Media-Engine
Die größere Version des M2 Pro verfügt über eine GPU mit 19 Kernen. Im Vergleich zum regulären M2 sind sowohl die Zahl der Grafikkerne als auch die verfügbare Speicherbandbreite gestiegen.
Die GPU-Leistung des M2 Pro reicht für Videoschnitt, Fotobearbeitung und die Arbeit mit Metal-Anwendungen aus. Neuere Apple-Silicon-Chips sind beim GPU-Rendering, bei aktuellen Spielen und bei anspruchsvollen Grafiklasten deutlich schneller.
Der M2 Pro unterstützt außerdem die Hardware-Dekodierung und -Kodierung von H.264, HEVC, ProRes und ProRes RAW. Separate Media-Engines verringern bei der Verarbeitung und beim Export von Videos die Belastung der CPU.
Geräte mit M2 Pro wurden mit 16 oder 32 GB Unified Memory angeboten. 16 GB reichen für die Entwicklung und die meisten üblichen Workloads aus. 32 GB sind für virtuelle Maschinen, große Projekte, die Verarbeitung großer Bilder und anspruchsvollen Videoschnitt vorzuziehen.
Der Speicher und die SSD sind verlötet und lassen sich nach dem Kauf nicht aufrüsten. Deshalb muss die Konfiguration des Geräts im Voraus gewählt werden.
Apple M2 Pro im Jahr 2026
Der 12-Kern-M2 Pro bleibt ein schneller Prozessor für Kompilierung, Fotobearbeitung, Videoschnitt und Multithread-CPU-Lasten. Bei CPU-Aufgaben ist der Rückstand gegenüber neueren Apple-Silicon-Chips geringer als bei der Grafikleistung.
Am deutlichsten zeigt sich der Unterschied beim GPU-Rendering, bei aktuellen Spielen, anspruchsvollen Metal-Aufgaben und einigen lokalen KI-Workloads.
Beim Kauf eines Macs mit M2 Pro im Jahr 2026 sollte man vor allem auf den Preis, die Speicherkapazität, den Massenspeicher und die Geräteform achten. Der geringe Unterschied zwischen MacBook Pro 14, MacBook Pro 16 und Mac mini mit derselben 12-Kern-Konfiguration ist in der Praxis weniger wichtig als die konkrete Ausstattung.
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