Intel Core Ultra 5 225U
Intel Core Ultra 5 225U: schneller Chip für dünne Laptops, aber nicht der jüngere 225H
Der Intel Core Ultra 5 225U könnte leicht als die Basisversion des Core Ultra 5 225H missverstanden werden, doch der Buchstabe U ist hier wichtiger als die fast identische Modellnummer. Er ist für schlanke Arbeitslaptops ausgelegt: Er erledigt kurze Aufgaben schnell, muss jedoch nicht stundenlang die maximale Frequenz halten.
Der Core Ultra 5 225U verfügt über 12 Prozessorkerne, integrierte Grafik mit vier Xe-Kernen und einen separaten NPU. Die maximale Frequenz erreicht 4,8 GHz. Der Prozessorbereich ist hier deutlich leistungsfähiger als die Grafik und der neuronale Block: Die Bezeichnung Core Ultra verspricht mehr, als diese beiden Komponenten bieten können.
Zwölf Kerne, aber nur zwei leistungsstarke
Der Prozessor hat drei Gruppen von Kernen:
- 2 leistungsstarke P-Kerne;
- 8 effiziente E-Kerne;
- 2 energieeffiziente LP E-Kerne.
Hyper-Threading steht nur den beiden P-Kernen zur Verfügung, sodass der Prozessor insgesamt 14 Threads unterstützt. Die P-Kerne können auf bis zu 4,8 GHz übertaktet werden, die E-Kerne auf bis zu 3,8 GHz und die LP E-Kerne auf bis zu 2,4 GHz.
Die hohe Frequenz der beiden P-Kerne hilft bei kurzen Lasten: beim Start von Programmen, beim Arbeiten im Browser und bei Berechnungen in Tabellen. Die acht E-Kerne bieten zusätzlichen Spielraum bei Mehrkernaufgaben, während die beiden LP E-Kerne leichte Hintergrundaufgaben übernehmen, ohne die leistungsstärkeren Kerne zu aktivieren.
Diese Konfiguration eignet sich gut für die U-Serie: Der Prozessor beschleunigt schnell bei kurzen Aufgaben und spart Energie im Leerlauf.
15 W - nur eine Basisorientierung
Das Basislimit des Core Ultra 5 225U beträgt 15 W, und der Laptop-Hersteller kann es auf bis zu 12 W senken. Im kurzen Turbomodus steigt der Verbrauch auf bis zu 57 W.
Daher können zwei Laptops mit dem Core Ultra 5 225U unterschiedlich hohe Geschwindigkeiten erreichen. In einem Modell mit guter Kühlung kann der Prozessor länger hohe Frequenzen halten, während er in einem dünnen Gehäuse bei längerer Last schneller herunterregelt.
Der Unterschied zeigt sich vor allem bei langanhaltenden Mehrkernaufgaben - Kompilierung, Archivierung und Videoexport. Ein gut konfigurierter Laptop mit dem 225U könnte schneller sein als ein schlecht gekühltes Modell mit einem Core Ultra 7 der U-Serie.
Schnellere Leistung als der Core i5-1335U, aber weit entfernt von 225H
In den meisten Prozessortests übertrifft der Core Ultra 5 225U den Core i5-1335U um 14-31 %.
| Test | Core Ultra 5 225U | Core i5-1335U | Differenz |
|---|---|---|---|
| Cinebench 2024, ein Kern | 101 | 95 | +6% |
| Cinebench 2024, alle Kerne | 520 | 397 | +31% |
| Geekbench 6, ein Kern | 2425 | 2126 | +14% |
| Geekbench 6, alle Kerne | 9965 | 8288 | +20% |
| PassMark CPU Mark | 17 765 | 13 912 | +28% |
Der Zuwachs ist besonders im Mehrkernbetrieb bemerkenswert, wo zusätzliche Kerne bis zu 31 % mehr Leistung ermöglichen.
Doch die identische Modellnummer macht die Versionen U und H nicht gleichwertig. Der Core Ultra 5 225H hat mehr P-Kerne, eine deutlich stärkere Grafik und ein höheres maximal erlaubtes Energieverbrauch.
Für regelmäßiges Rendering, Videobearbeitung und langfristige Kompilierung wäre es sinnvoller, einen Prozessor der H-Serie zu wählen.
Integrierte Grafik: modern, aber Einstiegsklasse
Der Core Ultra 5 225U verfügt über die Intel Graphics mit vier Xe-Kernen und einer Frequenz von bis zu 2 GHz. Sie kann AV1-Hardware dekodieren und mit mehreren externen Bildschirmen arbeiten.
Ihre Möglichkeiten reichen aus für 4K-Bildschirme, Videokonferenzen, Video-Wiedergabe und grundlegende Fotobearbeitung. Intel Quick Sync beschleunigt die Video-Codierung in kompatiblen Programmen.
Allerdings sind vier Xe-Kerne die minimalste Version dieser Grafik. In Bezug auf die Gaming-Leistung ist sie deutlich schwächer als die integrierte Grafik des Core Ultra 200H sowie Radeon 760M, 780M oder 880M.
Ältere Spiele und wenig anspruchsvolle Online-Projekte können auf niedrigen Einstellungen gespielt werden, doch für neue, anspruchsvolle Spiele ist diese Grafik zu schwach.
Das wesentliche Limit des Core Ultra 5 225U bleibt die Grafik: Die CPU-Leistung in Spielen ist oft höher als die Möglichkeiten des integrierten Grafikprozessors.
NPU vorhanden, aber kein Copilot+ PC
Der Prozessor ist mit einem neuronalen Block Intel AI Boost ausgestattet, der eine Leistung von 12 TOPS erreicht. Intel gibt zudem eine Gesamtsumme von 24 TOPS für CPU, GPU und NPU an, doch für die Funktionalitäten des Copilot+ ist die Leistung des neuronalen Blocks selbst entscheidend.
Die NPU kann Aufgaben wie Hintergrundunschärfe, Blickkorrektur und Rauschunterdrückung in Programmen übernehmen, die eine solche Beschleunigung unterstützen. Für die Kategorie Copilot+ PC ist jedoch eine NPU mit einer Leistung von mindestens 40 TOPS erforderlich.
Daher erfüllt ein Laptop mit dem Core Ultra 5 225U nicht die Anforderungen an einen Copilot+ PC. Die NPU bleibt hier ein unterstützendes Element, und es macht keinen Sinn, für einen solchen Laptop nur wegen der KI-Funktionen mehr zu bezahlen.
Schneller Speicher vorhanden, aber Upgrade hängt vom Laptop ab
Der Core Ultra 5 225U unterstützt DDR5-6400, LPDDR5X-8400, PCI Express 4.0 und Thunderbolt 4.
Jedoch hängt die Möglichkeit des Upgrades nicht vom Prozessor ab, sondern von der Konstruktion des Laptops. In schlanken Modellen ist der Speicher oft verlötet, weshalb es besser ist, beim Kauf gleich 32 GB zu wählen oder ein Laptop mit SO-DIMM-Steckplätzen zu wählen.
Für wen ist der Core Ultra 5 225U geeignet?
Der Core Ultra 5 225U eignet sich für Laptops im Büro, für Studium, Programmierung, Videokonferenzen und grundlegende Fotobearbeitung oder Videobearbeitung.
Für neue Spiele, kontinuierliches 3D-Rendering, komplexe Videobearbeitung und das Ausführen umfangreicher lokaler Modelle sollte man besser nach einem Laptop mit einem Prozessor der H-Serie und diskreter Grafik suchen.
Fazit
Der Intel Core Ultra 5 225U ist ein typischer Prozessor der U-Serie mit einem starken CPU-Bereich und strengen Einschränkungen in Bezug auf Grafik und NPU. In der Leistung der Prozessorkerne übertrifft er den Core i5-1335U deutlich, unterstützt schnellen Speicher und steht teureren Plattformen in Bezug auf die wichtigsten Schnittstellen in nichts nach.
Aber die Bezeichnung Ultra macht ihn nicht zu einem Prozessor für Spiele, Rendering und intensives Editing. Die integrierte Grafik bleibt Einstiegsklasse, und die NPU erfüllt nicht die Anforderungen an einen Copilot+ PC.
Der Core Ultra 5 225U ist eine sinnvolle Wahl für einen schlanken Arbeitslaptop, der hohe CPU-Geschwindigkeit ohne Kühlung der H-Serie benötigt. Die Hauptfrage hier dreht sich nicht um den Prozessor selbst, sondern um den Laptop, in dem er integriert ist: Kühlung, Menge an verlötetem Speicher und Preis. Unter gleichen Bedingungen ist der 225U eine vernünftige Wahl für die Arbeit, aber es ist nicht ratsam, mehr für das Wort Ultra oder die Versprechungen der KI zu bezahlen.
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