Intel Celeron G6900

Intel Celeron G6900: Budget-Prozessor für grundlegende Aufgaben im Jahr 2025
Aktueller Überblick für diejenigen, die nach einer erschwinglichen und energieeffizienten Lösung suchen
1. Hauptmerkmale: Alder Lake im Kleinformat
Architektur und Fertigungsprozess
Der Intel Celeron G6900 gehört zur Alder Lake-Generation (12. Generation Intel), die Ende 2021 veröffentlicht wurde, aber auch 2025 für Budget-Bauten relevant bleibt. Er basiert auf einer hybriden Architektur, nutzt jedoch im Gegensatz zu den höherwertigen Modellen (Core i5, i7) nur 2 Performance-Kerne (P-Kerne) ohne Efficient-Kerne (E-Kerne). Dies erklärt die bescheidene Multithreading-Leistung.
Der Fertigungsprozess ist Intel 7 (entspricht 10 nm), was ein gutes Gleichgewicht zwischen Energieeffizienz und Leistung bietet. Die Basisfrequenz beträgt 3,40 GHz, Übertaktung wird nicht unterstützt. Der L3-Cache beträgt 4 MB, was für leichte Aufgaben ausreichend ist, aber bei komplexen Berechnungen nicht ausreicht.
Leistung und Grafik
Im Test Geekbench 6 (2025) zeigt der Celeron G6900:
- 1563 Punkte im Single-Thread-Modus;
- 2631 Punkte im Multi-Thread.
Diese Ergebnisse sind vergleichbar mit dem Intel Core i3 der 10. Generation, bleiben jedoch hinter den modernen Budget-AMD Ryzen 3 zurück. Die integrierte Grafik Intel UHD Graphics 710 unterstützt eine Auflösung von bis zu 4K (60 Hz) über HDMI 2.0 oder DisplayPort 1.4, ist aber nicht für Spiele ausgelegt – nur für grundlegende Videoarbeiten und Büroanwendungen.
2. Kompatible Mainboards: Sockel LGA 1700 und Chipsätze
Sockel und Chipsätze
Der Prozessor verwendet den Sockel LGA 1700, der von Mainboards mit folgenden Chipsätzen unterstützt wird:
- H610 – optimale Wahl für den Celeron G6900 (Preis $70–90);
- B660 – erweiterte Möglichkeiten (PCIe 4.0, mehr USB-Ports, Preis $100–130);
- H670/Z690 – für diesen Prozessor überdimensioniert, eignen sich jedoch für ein zukünftiges Upgrade.
Beispiele für Mainboards:
- ASUS Prime H610M-E D4 ($75) – Basisversion mit DDR4;
- Gigabyte B660M DS3H DDR4 ($110) – Unterstützung für PCIe 4.0 und M.2 NVMe.
Auswahlmerkmale
- DDR4 vs DDR5: Der Celeron G6900 unterstützt beide Speichermethoden, aber Mainboards auf H610 arbeiten häufiger mit DDR4, was die Kosten für den Build senkt.
- PCIe 5.0: Technisch unterstützt der Prozessor diesen Standard, ist jedoch für Budget-Anwendungen nicht entscheidend.
3. Arbeitsspeicher: DDR4 vs DDR5
Der Prozessor ist kompatibel mit:
- DDR4-3200 (empfohlen zur Kostenersparnis);
- DDR5-4800 (für Celeron übertrieben, aber nützlich für zukünftige Upgrades).
Tipp: Für den Build mit Celeron G6900 wählen Sie 8–16 GB DDR4. Zum Beispiel kostet das Set Crucial DDR4-3200 16 GB etwa $30–40. DDR5 würde das Budget um $20–30 erhöhen, ohne einen spürbaren Leistungsschub zu bringen.
4. Netzteil: Minimalismus im Energieverbrauch
Bei einem TDP von 46 W benötigt der Prozessor kein leistungsstarkes Netzteil. Empfehlungen:
- 300–400 W mit 80+ Bronze Zertifizierung (z. B. EVGA 400W – $40 oder Corsair CX450 – $55);
- Es ist wichtig, den Energieverbrauch anderer Komponenten zu berücksichtigen: SSD, Grafikkarte (falls verwendet) usw.
Wichtig: Für einen Build mit integrierter Grafik reicht ein Netzteil mit 300 W aus. Wenn eine dedizierte Grafikkarte (z. B. GTX 1650) geplant ist, wählen Sie 450 W.
5. Vor- und Nachteile des Celeron G6900
Vorteile:
- Preis: $50–60 (neu, 2025) – einer der günstigsten Prozessoren;
- Energieeffizienz: ideal für kompakte PCs und Bürosysteme;
- Unterstützung für DDR5 und PCIe 5.0 (nützlich für Upgrades);
- Integrierte Grafik – kein Kauf einer Grafikkarte erforderlich.
Nachteile:
- 2 Kerne/2 Threads – schwache Multitasking-Leistung;
- UHD 710 – nicht für Spiele und Videobearbeitung ausgelegt;
- Kleiner L3-Cache – bremst in „schweren“ Anwendungen.
6. Anwendungsszenarien: Wo der Celeron G6900 relevant ist
- Büro-PCs: Arbeiten mit Dokumenten, Browser, Zoom.
- Heim-Media-Center: 4K-Videowiedergabe über Plex oder Kodi.
- Bildungsprojekte: PCs für Schüler/Studenten.
- Leichte Spiele: Minecraft, Stardew Valley, alte Spiele über Emulatoren.
Beispiel: Ein Build mit Celeron G6900 + 8 GB DDR4 + 256 GB SSD bewältigt 10 Chrome-Registerkarten und Streaming-Videos ohne Ruckeln.
7. Vergleich mit Wettbewerbern
AMD Athlon 3150G (2024)
- Preis: $60;
- Merkmale: 4 Kerne/4 Threads, Vega 3 GPU;
- Vorteile: Bessere Multithreading-Leistung;
- Nachteile: Veralteter AM4-Sockel, höherer TDP (65 W).
Intel Pentium Gold G7400
- Preis: $75;
- Merkmale: 2 Kerne/4 Threads, UHD 710;
- Vorteile: Hyper-Threading für Multitasking;
- Nachteile: Teurer als Celeron bei ähnlicher Grafik.
Fazit: Der Celeron G6900 gewinnt beim Preis, verliert jedoch in der Multithreading-Leistung.
8. Praktische Tipps für den Build
1. Mainboard: Wählen Sie das H610 mit DDR4 (ASUS Prime H610M-K – $75).
2. Arbeitsspeicher: 8–16 GB DDR4-3200.
3. Speicher: NVMe SSD 256 GB (z. B. Kingston NV2 – $30).
4. Gehäuse: Kompaktes Mini-Tower-Gehäuse mit Belüftung (Deepcool MATREXX 30 – $35).
5. Kühlung: Der Box-Kühler reicht aus – Geräuschpegel gering.
Budget-Beispiel:
- Prozessor: $55
- Mainboard: $75
- RAM: $30
- SSD: $30
- Netzteil: $40
- Gehäuse: $35
Insgesamt: ~$245.
9. Abschließendes Fazit: Für wen ist der Celeron G6900 geeignet?
Dieser Prozessor ist die ideale Wahl für:
- Büro-PCs: Geringer Preis und Energieverbrauch.
- Heimkinosysteme: 4K-Video ohne Ruckeln.
- Reserve-Systeme: Z. B. als Dateiserver.
- Studierende: Für Unterricht und anspruchslose Aufgaben.
Warum man ihn nicht kaufen sollte: Wenn Spiele, Videobearbeitung oder Arbeiten mit „schweren“ Programmen (Photoshop, AutoCAD) erforderlich sind. Im Jahr 2025 bleibt der Celeron G6900 eine Nischenlösung, aber für seine Aufgaben ist es eine rentable und zuverlässige Wahl.