Intel Core i5-1135G7
Intel Core i5-1135G7
Der Core i5-1135G7 findet sich überwiegend in gebrauchten Laptops, doch ein identischer Prozessor bedeutet nicht die gleiche Geschwindigkeit. In den getesteten Modellen variieren die Ergebnisse von Cinebench R23 um bis zu 87%: entscheidend sind hierbei die Dauerleistungsgrenze, die Kühlung und die Speicherkonfiguration.
Vier Kerne und unterschiedliche Leistungsgrenzen
Der Core i5-1135G7 ist ein vierkerniger Prozessor der Tiger Lake-Generation und unterstützt acht Threads. Der nominelle Leistungsbereich liegt bei 12-28 W, jedoch erhöht sich in Turbo-Modus bei einigen Laptops die Grenze kurzfristig auf 40-60 W.
Die Dauer der Nutzung hoher Frequenzen hängt von den Leistungsgrenzen und den Kühlmöglichkeiten des Systems ab. Bei kurzen Belastungen zeigen die Modelle eine ähnliche Geschwindigkeit, jedoch reduzieren Laptops mit schwacher Kühlung bei Rendering, Videoexport und der Kompilierung schneller ihre Frequenzen.
Die vier Kerne begrenzen die Geschwindigkeit bei langanhaltendem Rendering, Video-Encoding und der Kompilierung großer Projekte. In Browsern und Büroanwendungen ist dieser Nachteil weniger ausgeprägt.
Leistung in spezifischen Laptops
Der durchschnittliche Wert des Core i5-1135G7 in Cinebench R23 beträgt etwa 1320 Punkte im Einzelkerbetreib und 4700 Punkte bei vollständiger Last aller Kerne. In spezifischen Modellen liegt das Ergebnis im Multithreading-Bereich zwischen 2936 und 5503 Punkten.
| Gerät | Arbeitsspeicher | PL2 / PL1 | Cinebench R23, ein Kern | Cinebench R23, alle Kerne |
|---|---|---|---|---|
| Acer TravelMate Spin P4 TMP414RN-51 | 8 GB | 32 / 15 W | 1172 | 2936 |
| Microsoft Surface Laptop Go 2 | 8 GB | 25 / 15 W | 1316 | 3948 |
| Huawei MateBook D 15 2021 | 8 GB | 43 / 31 W | 1331 | 5403 |
| Acer Swift 3 SF314-511 | 16 GB | 64 / 28 W | 1290 | 5503 |
PL2 legt die kurzfristige Leistungsgrenze im Turbo-Modus fest, während PL1 die langfristige Grenze bei konstanter Last definiert.
Die Ergebnisse im Einzelkern unterscheiden sich nur um 14%, während die im Multithreading um 87% variieren. Daher wird der Unterschied zwischen den Modellen in Browsern und Büroanwendungen weniger auffällig sein als bei längerer Nutzung aller Kerne.
Der Acer Swift 3 erreicht 5503 Punkte und überholt das TravelMate Spin P4 mit 2936 Punkten fast um das 1,9-fache. Ein hoher PL2 garantiert jedoch keine hohe Leistung nach dem Ende des kurzen Turbo-Modus. Bei langfristigen Tests ist PL1 wichtiger, den das Notebook ohne Überhitzung und Frequenzreduktion aufrechterhalten kann.
Iris Xe und Dual-Channel-Speicher
Im Core i5-1135G7 ist die Intel Iris Xe-Grafik mit 80 Recheneinheiten integriert. Dual-Channel-Speicher erhöht merklich die für die Grafikeinheit verfügbare Bandbreite.
Im Single-Channel-Modus sinkt die Speichergeschwindigkeit. Dadurch verringern sich die Bildraten in Spielen und die Bearbeitungszeiten für Aufgaben mit Beschleunigung durch die integrierte Grafik steigen. In solchen Konfigurationen kann die Grafik auch als Intel UHD Graphics bezeichnet werden.
Iris Xe bewältigt die hardwareseitige Dekodierung von Videos, die Ausgabe auf mehrere Displays und anspruchslose Spiele. Bei der Videobearbeitung sind ihre Möglichkeiten auf einfache Projekte beschränkt. In modernen, anspruchsvollen Spielen reicht die Leistung selbst bei niedrigen Einstellungen nicht aus, insbesondere bei Single-Channel-Speicher.
Beim Kauf sollte eine Konfiguration mit 16 GB Dual-Channel-Speicher gewählt werden, insbesondere wenn die Module verlötet sind und der Speicher später nicht erweitert werden kann.
Wo vier Kerne bereits nicht ausreichen
Für den Browser, Büroanwendungen, Videokonferenzen und die grundlegende Fotobearbeitung reicht die Anzahl der vier Kerne noch aus.
Der Prozessor verliert jedoch merklich an Leistung in den folgenden Aufgaben:
- langanhaltender Export und Kodierung von Videos;
- Rendering;
- mehrere gleichzeitig laufende virtuelle Maschinen;
- Kompilierung großer Softwareprojekte;
- moderne Spiele ohne dedizierte Grafikkarte;
- gleichzeitige Nutzung mehrerer anspruchsvoller Anwendungen.
Erhöhte Leistungsgrenzen verkürzen zwar die Ausführungszeiten, beseitigen jedoch nicht die Einschränkung der vierkernigen Konfiguration.
Worauf beim Kauf zu achten ist
Der Core i5-1135G7 ist in einem günstigen gebrauchten Laptop gerechtfertigt, sollte jedoch dessen Preis nicht erheblich erhöhen. Vor dem Kauf sollte nicht nur der Name des Prozessors geprüft werden, sondern auch die Spezifikationen des jeweiligen Modells:
- Größe und Betriebsmodus des Speichers;
- Möglichkeit zur Speicheraufrüstung;
- langfristige Leistungsgrenze;
- Temperaturen und Frequenzen unter Last;
- Zustand des Kühlsystems.
Für Rendering und andere langanhaltende Belastungen ist es besser, ein Modell mit einer stabilen PL1 von mindestens 20-25 W zu suchen. Für einen Büro-Laptop ist auch eine geringere Grenze akzeptabel, aber die Multithread-Leistung wird deutlich schwächer sein.
Der Core i5-1135G7 unterstützt offiziell Windows 11.
Fazit
Der Core i5-1135G7 kann für einen günstigen Arbeits- oder Ausbildungs-Laptop in Betracht gezogen werden, jedoch nur nach Überprüfung des spezifischen Modells. Für den Browser und Büroanwendungen reicht seine Leistung noch aus, und der Dual-Channel-Speicher beschleunigt Iris Xe merklich.
Der Index Core i5-1135G7 gibt jedoch nicht an, welcher PL1 und welcher Speichermodus im Laptop eingestellt sind. In den getesteten Modellen erreicht der Unterschied in Cinebench R23 bis zu 87%. Vor dem Kauf sollten die langfristige Leistungsgrenze, die Speicherkonfiguration und die Ergebnisse des Geräts unter langer Last überprüft werden.
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