Intel Arc G3 Extreme
Intel Arc G3 Extreme: Xe3 gegen Ryzen Z2 Extreme
AMD bringt bereits seit mehreren Generationen spezialisierte Ryzen Z-Prozessoren für tragbare Gaming-PCs auf den Markt. Intel hingegen hat in diesem Segment bisher mit herkömmlichen Core-Ultra-Laptops gearbeitet: Die ersten MSI Claw verwendeten Meteor Lake und die nächste Generation wechselte zu Lunar Lake.
Der Arc G3 Extreme ändert den Ansatz. Es ist der erste Flaggschiff-Prozessor von Intel, dessen Kernkonfiguration, integrierte Grafik und Strommanagement von Anfang an auf das tragbare Gaming-Format ausgelegt sind. Anstelle eines universellen mobilen CPUs hat das Unternehmen eine separate Plattform entwickelt, die direkt auf den AMD Ryzen Z2 Extreme abzielt.
Der Prozessor verfügt über zwei leistungsstarke P-Kerne, acht E-Kerne und vier energieeffiziente LP E-Kerne. Der Schwerpunkt liegt nicht auf maximaler CPU-Leistung, sondern auf der integrierten Grafik Arc B390 mit 12 Xe3-Kernen.
Was unterscheidet Arc G3 Extreme vom normalen G3?
| Merkmal | Intel Arc G3 Extreme | Intel Arc G3 |
|---|---|---|
| Maximale CPU-Taktfrequenz | 4,7 GHz | 4,6 GHz |
| Integrierte Grafik | Intel Arc B390 | Intel Arc B370 |
| Grafik-Kerne Xe3 | 12 | 10 |
| Maximale GPU-Taktfrequenz | 2,3 GHz | 2,2 GHz |
Die CPU-Konfiguration, der Cache und die Grundleistung sind bei beiden Modellen identisch. Das Hauptunterscheidungsmerkmal des Extreme ist die größere Grafik. Der normale G3 hat 16,7 % weniger Xe-Kerne und eine etwas niedrigere maximale GPU-Taktfrequenz.
Das bedeutet jedoch nicht den gleichen Vorteil in Spielen. Der tatsächliche Unterschied hängt vom Stromlimit, der Speichergeschwindigkeit, der Kühlung und den Einstellungen des jeweiligen Geräts ab.
Warum das Flaggschiff nur zwei P-Kerne hat
Für ein gewöhnliches leistungsstarkes Notebook würden zwei P-Kerne seltsam erscheinen. Doch in einem tragbaren Gaming-PC nutzen CPU und GPU ein gemeinsames Stromlimit. Je mehr Energie der Prozessor beansprucht, desto weniger bleibt für die integrierte Grafik übrig.
Intel nennt diese Konfiguration „right-sized compute“. P-Kerne verarbeiten die empfindlichsten Gaming-Streams mit niedriger Latenz, während E-Kerne den Rest der Multithread-Arbeit übernehmen und LP E-Kerne Hintergrundprozesse und energiesparende Modi bedienen.
Dies ist keine optimale Wahl für Rendering, Kompilierung und andere langwierige CPU-Verarbeitungen. Die Aufgabe des Arc G3 Extreme ist es, eine ausreichende Prozessorleistung zu gewährleisten und gleichzeitig mehr Spielraum im Gesamtstromlimit für die Arc B390 zu lassen.
Arc B390 und LPDDR5X-Speicher
Die integrierte Grafik Arc B390 hat 12 Xe3-Kerne mit einer Taktfrequenz von bis zu 2,3 GHz, Hardware-Raytracing und Unterstützung für DirectX 12 Ultimate.
Sie verfügt über keinen eigenen Videospeicher, daher hängt die Leistung von der Bandbreite des gemeinsamen RAM ab. Arc G3 Extreme unterstützt LPDDR5X-8533, was besonders wichtig für Spiele in hoher Auflösung und mit großen Texturvolumina ist.
In der Praxis wird das Ergebnis von der Umsetzung des jeweiligen Geräts abhängen. Selbst ein identischer Prozessor kann bei unterschiedlichen Stromlimits, Temperaturniveaus des Speichers und Kühlmöglichkeiten unterschiedliche Ergebnisse liefern.
XeSS 3 und vorcompilierte Shader
XeSS 3 umfasst Bildskalierung, mehrfache Frame-Generierung und die Technologie zur Reduzierung von Latenzzeiten Xe Low Latency. Für ein tragbares Gerät ist Skalierung besonders nützlich: Das Spiel kann in einer niedrigeren internen Auflösung berechnet und dann auf die Bildschirmauflösung hochskaliert werden.
Die Generierung von Frames erhöht die angezeigte FPS, ersetzt jedoch nicht die grundlegende Leistung. Bei einer niedrigen Ausgangsbildrate bleiben Latenzen in der Steuerung und mögliche Grafikartefakte bestehen. Daher ist es besser, den Arc G3 Extreme zunächst ohne Generierung zu bewerten und dann das Ergebnis mit XeSS zu betrachten.
Intel kündigt zudem an, dass neue Spiele am Veröffentlichungstag über Treiber unterstützt werden. Für bestimmte Projekte plant das Unternehmen, vorcompilierte Shader anzubieten, die Ruckler beim ersten Start und während des Spiels reduzieren sollen.
Benchmarks in spezifischen Geräten
Der Arc G3 Extreme wurde am ausführlichsten im MSI Claw 8 EX AI+ getestet. Zum Vergleich sind hier die Ergebnisse des ASUS ROG Xbox Ally X und des Lenovo Legion Go 2 mit dem AMD Ryzen Z2 Extreme aufgeführt.
MSI Claw und ASUS wurden bei einer Leistung von 35 W getestet. Die Ergebnisse beziehen sich auf fertige Geräte, daher kann ein Teil des Unterschieds nicht nur auf den Prozessor zurückzuführen sein, sondern auch auf den Speicher, die Kühlung und die Firmware-Einstellungen.
| Gerät | Prozessor | Modus | 3DMark Steel Nomad Light | Cyberpunk 2077, 1080p Ultra | Baldur’s Gate 3, 1080p Ultra | Strange Brigade, 1080p Ultra |
|---|---|---|---|---|---|---|
| MSI Claw 8 EX AI+ | Intel Arc G3 Extreme | 35 W | 5 897 | 46,7 FPS | 49,5 FPS | 96,8 FPS |
| ASUS ROG Xbox Ally X | AMD Ryzen Z2 Extreme | 35 W | 3 331 | 28,0 FPS | 32,5 FPS | 58,8 FPS |
| Lenovo Legion Go 2 | AMD Ryzen Z2 Extreme | Profil anzeigen | 3 319 | 25,1 FPS | 30,7 FPS | 56,4 FPS |
In dieser Auswahl ist das MSI Claw deutlich schneller als das ASUS ROG Xbox Ally X. Der Vorteil beträgt ungefähr 67 % in Cyberpunk 2077, 52 % in Baldur’s Gate 3 und 65 % in Strange Brigade. In Steel Nomad Light liegt das Ergebnis etwa 77 % höher.
Das bedeutet jedoch nicht, dass der Arc G3 Extreme in jedem Spiel 50-70 % schneller als der Ryzen Z2 Extreme ist. Die Auswahl ist begrenzt, und bestimmte Projekte können auf der AMD-Architektur besser laufen oder stärker von den Treibern abhängen.
Dennoch zeigen die Ergebnisse, dass die Arc B390 deutlich über vorherigen integrierten Lösungen von Intel liegt und in der Lage ist, mit der Flaggschiff-Grafik von AMD für tragbare PCs konkurrenzfähig zu sein.
Was passiert bei einem Stromlimiten
Für ein Handheld-Gerät ist der Spitzenbetrieb von 35 W weniger wichtig als das Verhalten bei 15-25 W. Hier muss entschieden werden zwischen FPS, Wärmeentwicklung, Lüftergeräuschen und Akkulaufzeit.
In Tests von ComputerBase blieb der Vorteil des Arc G3 Extreme bei gleichen Stromlimits bestehen. Bei 17 W erhielt das Intel-System einen relativen Leistungsindex von 72-73 Punkten gegenüber 53-54 beim Ryzen Z2 Extreme.
Darüber hinaus war das MSI Claw bei 17 W in dieser begrenzten Auswahl schneller als das ROG Xbox Ally X bei 35 W. Dies ist eines der interessantesten Ergebnisse der Plattform: Die Arc B390 zeigt nicht nur im maximalen Modus eine hohe Leistung, sondern auch bei reduzierter Leistungsaufnahme.
Allerdings werden endgültige Schlussfolgerungen eine breitere Auswahl an Spielen und Tests anderer Geräte erfordern.
Erste Geräte und hoher Preis
Das erste serielle Gerät mit vollständigen unabhängigen Tests war das MSI Claw 8 EX AI+. Darüber hinaus wurde der Arc G3 Extreme für den Acer Predator Atlas 8 und einige Modelle des ONEXPLAYER angekündigt.
Der Hauptnachteil der Plattform liegt bisher nicht in der Leistung, sondern im Preis. Das MSI Claw 8 EX AI+ kostet etwa 1.799 US-Dollar. Für dieses Geld kann man bereits ein vollwertiges Gaming-Laptop mit einer dedizierten Grafikkarte erwerben, das in schweren Spielen erheblich schneller ist.
Natürlich kann ein Laptop ein tragbares Gerät nicht in Größe und Komfort ersetzen, aber der Preis von MSI schränkt die Zielgruppe erheblich ein. Der Erfolg des Arc G3 Extreme wird davon abhängen, ob Acer und One-Netbook erschwinglichere Modelle ohne signifikante Einbußen bei der Leistung und Kühlqualität anbieten können.
Fazit
Der Intel Arc G3 Extreme ist kein umbenannter Notebook-Prozessor, sondern die erste separate Flaggschiff-Plattform des Unternehmens für tragbare Gaming-PCs. Intel hat den CPU-Anteil auf zwei P-Kerne beschränkt und sich auf die integrierte Grafik Arc B390 konzentriert.
In den ersten Tests des MSI Claw hat das System das ASUS ROG Xbox Ally X mit dem Ryzen Z2 Extreme deutlich übertroffen. Der Vorteil blieb auch bei reduziertem Stromverbrauch bestehen, was für ein tragbares Gerät wichtiger ist als eine einzelne Spitzenzahl bei 35 W.
Doch bisher ist dieses Niveau nur beim teuren MSI Claw bestätigt. Eine endgültige Bewertung des Arc G3 Extreme wird erst nach dem Erscheinen von Geräten von Acer und ONEXPLAYER mit anderen Stromlimits, Kühlung und Preisen möglich sein.
Basic
CPU-Spezifikationen
x4 PCIe4 (1x4, 2x2, 4x1)
x4 PCIe4 (1x4, 2x2, 4x1)
Speicherspezifikationen
GPU-Spezifikationen
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Verschiedenes
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