Intel Core i3-7020U
Intel Core i3-7020U im Jahr 2026: Tests, Spiele und lohnt sich der Kauf?
Der Intel Core i3-7020U kam im zweiten Quartal 2018 auf den Markt - zu einer Zeit, als in Notebooks bereits die vierkernigen Modelle Core i5-8250U und i7-8550U angeboten wurden. Der i3-7020U selbst verfügt nur über zwei Kerne und vier Threads, eine feste Taktfrequenz von 2,3 GHz und unterstützt keinen Turbo Boost. Dadurch war er selbst zu seiner Zeit einer der langsamsten Vertreter der Core-Serie.
Im Jahr 2026 kann ein Notebook mit diesem Prozessor noch für Dokumente, den Browser, Videos und anspruchslose Programme verwendet werden, insbesondere nach dem Einbau einer SSD und von 8-16 GB Arbeitsspeicher. Für moderne Spiele und anspruchsvolle Anwendungen reicht die Leistung jedoch nicht mehr aus. Die fehlende offizielle Unterstützung von Windows 11 schränkt die Nutzungsdauer solcher Geräte zusätzlich ein.
Warum der i3-7020U erst 2018 auf den Markt kam
Vom Datenblatt her ist der Core i3-7020U dem bereits 2016 veröffentlichten Core i3-7100U sehr ähnlich. Beide nutzen die Kaby-Lake-Architektur, verfügen über zwei Kerne und vier Threads, 3 MB Cache sowie die integrierte Grafik Intel HD Graphics 620.
Der wichtigste Unterschied ist die Taktfrequenz. Der i3-7100U arbeitet mit 2,4 GHz, der i3-7020U mit 2,3 GHz. Einen Turbo Boost gibt es bei keinem der beiden Prozessoren.
Im Jahr 2018 verkaufte Intel bereits Vierkernprozessoren der achten Generation, doch für günstige Notebooks wurden weiterhin preiswerte Chips benötigt. Der i3-7020U besetzte genau diese Position und wurde zu einem der Einstiegsmodelle der Core-i3-Familie.
Der von den technischen Daten her ähnliche Pentium Gold 4415U arbeitet ebenfalls mit 2,3 GHz, verfügt aber statt 3 MB über 2 MB Cache und eine schwächere Version der integrierten Grafik.
Leistung in echten Notebooks
Der Core i3-7020U kommt unter anderem im Acer Aspire 3, Lenovo IdeaPad 330, Lenovo V130, Yoga 530, Asus VivoBook 14 und 15 sowie in verschiedenen Notebooks von HP und Dell zum Einsatz.
Die Ergebnisse von Geekbench 6 zeigen, dass sich selbst Notebooks mit demselben Prozessor bei der Leistung unterscheiden können.
| Notebook | Arbeitsspeicher | Geekbench 6 Single | Geekbench 6 Multi |
|---|---|---|---|
| HP 15-da0xxx | 8 GB, 1 Kanal | 786 | 1585 |
| HP 15q-ds0xxx | 8 GB, 2 Kanäle | 813 | 1696 |
| Lenovo V130-15IKB | etwa 11 GB, 2 Kanäle | 809 | 1640 |
Der Unterschied hängt von der Speicherkonfiguration, dem Betriebssystem, der Hintergrundlast und dem Energiemodus ab. Der Prozessor selbst kann dabei nicht über 2,3 GHz hinaus takten.
Das durchschnittliche Ergebnis des i3-7020U in der Geekbench-6-Datenbank liegt bei etwa 713 Punkten im Single-Core-Test und 1294 Punkten im Multi-Core-Test.
Vergleich mit anderen mobilen Prozessoren
PassMark zeigt anschaulich, wie schnell mobile Prozessoren bereits wenige Monate nach dem Erscheinen des i3-7020U vorangekommen sind.
| Prozessor | Kerne / Threads | Taktfrequenz | PassMark Single | PassMark CPU Mark |
|---|---|---|---|---|
| Core i3-7020U | 2 / 4 | 2,3 GHz | 1298 | 2568 |
| Core i3-7100U | 2 / 4 | 2,4 GHz | 1365 | 2719 |
| Core i3-8130U | 2 / 4 | 2,2-3,4 GHz | 1841 | 3520 |
| Core i3-8145U | 2 / 4 | 2,1-3,9 GHz | 2048 | 3754 |
| Core i5-8250U | 4 / 8 | 1,6-3,4 GHz | 1870 | 5781 |
Die Ergebnisse stammen aus dem September 2026.
Selbst der i3-8130U mit denselben zwei Kernen und vier Threads ist im Gesamtranking von PassMark etwa 37 % schneller als der i3-7020U. Der wichtigste Unterschied ist der Turbo Boost bis 3,4 GHz.
Der Core i5-8250U erreicht bereits ein mehr als doppelt so hohes Multithreading-Ergebnis. Der Wechsel der mobilen Core-Serie von zwei auf vier Kerne war für diese Generation deutlich wichtiger als kleinere Architekturänderungen.
Bei der Leistung liegt der i3-7020U sogar nahe an einigen mobilen Core-i5-Prozessoren aus der Mitte der 2010er-Jahre. Sein Vorteil gegenüber älteren 35-Watt-Prozessoren bestand vor allem in der Energieeffizienz, nicht in der Geschwindigkeit.
Wofür der i3-7020U im Jahr 2026 noch ausreicht
Der Prozessor bewältigt weiterhin grundlegende Aufgaben:
- Browser mit einer moderaten Anzahl an Tabs;
- Word, Excel und Google Docs;
- E-Mail und Messenger;
- Videoanrufe;
- Videowiedergabe;
- einfache Lernprogramme;
- anspruchslose ältere Anwendungen.
Eine SSD ist hier wichtiger als kleine Unterschiede zwischen den Prozessoren selbst. Ein Notebook mit i3-7020U, 8 GB Arbeitsspeicher und SSD fühlt sich deutlich schneller an als ein System mit derselben CPU, 4 GB Arbeitsspeicher und einer Festplatte.
Für anspruchsvolles Multitasking reicht die Leistung nicht mehr aus. Mehrere moderne Websites, ein Videoanruf und Office-Programme können beide Kerne gleichzeitig vollständig auslasten.
Intel HD Graphics 620 und Spiele
Die integrierte Intel HD Graphics 620 ist in erster Linie für die Bildausgabe und Multimedia ausgelegt. Ihre Spieleleistung ist selbst gemessen an modernen integrierten GPUs sehr niedrig.
In älteren Tests erreicht die HD Graphics 620 etwa 56 FPS in Dota 2 mit der niedrigen Voreinstellung und etwa 28 FPS in GTA V mit den niedrigsten Einstellungen. Das konkrete Ergebnis hängt vom Arbeitsspeicher und vom Prozessor ab. Beim i3-7020U wird die Leistung zusätzlich durch die feste Taktfrequenz von 2,3 GHz begrenzt.
Auf einem Notebook mit i3-7020U lassen sich folgende Spiele starten:
- Dota 2 mit niedrigen Einstellungen;
- GTA V mit den niedrigsten Einstellungen, wobei GTA Online anspruchsvoller läuft;
- The Sims 4;
- Minecraft ohne aufwendige Shader;
- Age of Empires II HD;
- Left 4 Dead 2;
- Half-Life 2;
- das originale Skyrim.
Bei neueren Spielen sieht die Situation schlechter aus. Fortnite, PUBG, Warzone, Forza Horizon 5 und andere anspruchsvolle Titel können zwar starten, stabile Bildraten sollte man jedoch nicht erwarten. Für ein modernes Gaming-Notebook sollte man den i3-7020U nicht in Betracht ziehen.
Dual-Channel-Speicher hilft der HD Graphics 620 spürbar, da sie über keinen eigenen Videospeicher verfügt.
4K-Videowiedergabe wird unterstützt, AV1 nicht
Die HD Graphics 620 kann H.264, HEVC mit 10-Bit-Farbtiefe und VP9 hardwareseitig dekodieren. Deshalb muss die Wiedergabe geeigneter 4K-Videos den Prozessor nicht unbedingt stark belasten.
Eine Hardwaredekodierung von AV1 gibt es hier nicht. Bei der softwareseitigen Dekodierung eines anspruchsvollen AV1-Streams, insbesondere bei hoher Auflösung, können die zwei Kerne des i3-7020U vollständig ausgelastet werden. Das führt zu ausgelassenen Frames und einer höheren Belastung des Kühlsystems.
Wenn ein altes Notebook YouTube-Videos in hoher Auflösung schlecht wiedergibt, lässt sich das Problem manchmal lösen, indem man AV1 im Browser deaktiviert und VP9 oder H.264 verwendet.
Es gibt noch eine weitere Einschränkung. Über HDMI unterstützt die integrierte Grafik 4K nur mit 24 Hz. Für Filme reicht das aus, für einen 4K-Monitor im Arbeitsbetrieb ist die Bildwiederholrate jedoch zu niedrig. 4K mit 60 Hz ist über DisplayPort möglich, den viele günstige Notebooks mit diesem Prozessor nicht besitzen.
Windows 11 wird offiziell nicht unterstützt
Der Core i3-7020U gehört zur siebten Intel-Generation und ist nicht in der offiziellen Liste der von Windows 11 unterstützten Prozessoren enthalten.
Windows 11 lässt sich unter Umgehung der Systemanforderungen installieren, und solche Installationen funktionieren tatsächlich. Microsoft garantiert jedoch keine vollständige Unterstützung für solche Konfigurationen. Deshalb sollte man kein altes Notebook speziell für Windows 11 kaufen.
Der reguläre Support für Windows 10 endete am 14. Oktober 2025. Für Privatanwender bietet Microsoft das Programm Extended Security Updates an, über das bis zum 12. Oktober 2027 wichtige Sicherheitsupdates bezogen werden können.
ESU verschafft alten Notebooks zusätzliche Zeit, löst das Problem jedoch nicht vollständig. Nach dem Ende des Programms muss sich der Besitzer zwischen einem nicht unterstützten Windows, Linux oder dem Austausch des Computers entscheiden.
Linux und ChromeOS Flex
Linux kann die Nutzungsdauer eines alten Notebooks verlängern.
Linux Mint Xfce, Xubuntu und andere vergleichsweise schlanke Systeme eignen sich für den Browser, Dokumente, Videos und Lernaufgaben. Die integrierte Intel-Grafik wird vom Linux-Kernel bereits seit Langem unterstützt, sodass normalerweise kein separater Treiber erforderlich ist.
Eine weitere Möglichkeit ist ChromeOS Flex. Dieses System ist in erster Linie auf den Browser und Webanwendungen ausgerichtet. Vor der Installation sollte man das konkrete Notebookmodell in der Liste der zertifizierten Geräte prüfen.
So lässt sich ein Notebook mit i3-7020U beschleunigen
Der Prozessor kann nicht ausgetauscht werden, da er auf dem Mainboard verlötet ist. Einige Upgrades verändern das Verhalten des Systems jedoch tatsächlich.
1. Die HDD durch eine SSD ersetzen.
Das ist das deutlichste Upgrade für Notebooks dieser Generation. Windows und Programme starten dadurch wesentlich schneller.
2. Mindestens 8 GB Arbeitsspeicher installieren.
Für Browser und moderne Programme sind 4 GB inzwischen zu wenig. Wenn das Notebook 16 GB unterstützt und das Upgrade nicht teuer ist, ist diese Kapazität praktischer.
3. Wenn möglich den Dual-Channel-Modus verwenden.
Das ist besonders für die HD Graphics 620 wichtig, da sie den Systemspeicher als Videospeicher nutzt.
4. Das Kühlsystem reinigen.
Notebooks mit diesem Prozessor sind bereits mehrere Jahre alt. Staub im Kühlkörper und ausgetrocknete Wärmeleitpaste können die Temperatur und die Geräuschentwicklung erhöhen.
Das Fehlen von Turbo Boost bedeutet allerdings nicht, dass der Prozessor bei Überhitzung grundsätzlich nicht heruntertakten kann. Der Zustand des Kühlsystems ist weiterhin wichtig.
Lohnt sich der Kauf eines Notebooks mit i3-7020U heute?
Als Neugerät: nein.
Im Handel finden sich weiterhin Notebooks wenig bekannter Marken mit i3-7020U, Angaben wie „2026 New“, Windows 11 Pro und einem Preis von ungefähr $250-400. Für dieses Geld sollte man keinen Computer mit diesem Prozessor kaufen.
Die CPU wurde 2018 auf den Markt gebracht, verfügt nur über zwei Kerne, unterstützt keinen Turbo Boost und ist offiziell nicht mit Windows 11 kompatibel.
Auf dem Gebrauchtmarkt sieht die Situation anders aus. Ein funktionierendes Notebook mit i3-7020U kann man bis etwa $80-100 in Betracht ziehen, wenn es bereits über eine SSD, mindestens 8 GB Arbeitsspeicher und einen funktionierenden Akku verfügt.
Bei einem höheren Preis sollte man nach Notebooks mit mindestens einem Core i5-8250U, einem Ryzen 3 oder einem anderen neueren Vierkernprozessor suchen. Der Geschwindigkeitsunterschied wird deutlich größer sein als der Unterschied zwischen einzelnen Notebookmodellen mit i3-7020U.
Vor dem Kauf sollte man Folgendes prüfen:
- Zustand des Akkus;
- Vorhandensein einer SSD;
- Kapazität und Erweiterbarkeit des Arbeitsspeichers;
- Display und Scharniere;
- Funktion des Ladegeräts;
- Zustand des Kühlsystems.
Der Kauf eines Modells mit 4 GB Arbeitsspeicher und HDD ist nur bei einem sehr niedrigen Preis und der Möglichkeit eines günstigen Upgrades sinnvoll.
Häufige Fragen
Kann der Core i3-7020U durch einen leistungsfähigeren Prozessor ersetzt werden?
Nein. Der Prozessor ist in einem BGA-Gehäuse ausgeführt und auf dem Mainboard verlötet.
Wie viel Arbeitsspeicher wird unterstützt?
Der Speichercontroller des Prozessors unterstützt bis zu 32 GB. Die tatsächliche Begrenzung hängt vom konkreten Notebook, der Anzahl der Steckplätze und dem verlöteten Speicher ab.
Kann man Windows 11 installieren?
Technisch ja, unter Umgehung der Anforderungen. Offiziell wird der Core i3-7020U von Windows 11 nicht unterstützt.
Eignet er sich zum Lernen?
Für Dokumente, den Browser, Videoanrufe und einfache Lernprogramme: ja, sofern eine SSD und mindestens 8 GB Arbeitsspeicher installiert sind.
Schafft er GTA V?
Ja, mit den niedrigsten Einstellungen. Bei der HD Graphics 620 liegen die Ergebnisse ungefähr bei 30 FPS, in GTA Online kann die Leistung wegen des schwachen Prozessors jedoch sinken.
Schafft er moderne Spiele?
Für anspruchsvolle moderne Spiele reicht die Leistung nicht aus. Die wichtigsten Einschränkungen sind die HD Graphics 620 und die zwei CPU-Kerne mit ihrem festen Takt von 2,3 GHz.
Lohnt es sich, 16 GB Arbeitsspeicher einzubauen?
Wenn der Speicher günstig ist und das Notebook täglich verwendet wird: ja. Das verbessert das Multitasking, macht den Prozessor selbst aber nicht schneller.
Fazit
Der Intel Core i3-7020U eignet sich nicht mehr für den Kauf eines neuen Notebooks. Zwei Kerne, das Fehlen von Turbo Boost und die HD Graphics 620 schränken ihn selbst gegenüber neueren und günstigen Prozessoren zu stark ein.
Ein vorhandenes Notebook muss man wegen dieses einen Prozessors nicht wegwerfen. Mit einer SSD und 8-16 GB Arbeitsspeicher bewältigt es weiterhin Dokumente, Browser, Videos, Videoanrufe und ältere Spiele.
Auf dem Gebrauchtmarkt sind bis zu $80-100 für ein funktionierendes Notebook mit SSD und ausreichender Speicherkapazität ein vernünftiger Richtwert. Bei einem höheren Preis sollte man mindestens auf einen vierkernigen Core i5-8250U oder eine neuere Plattform umsteigen.
Für den Besitzer eines i3-7020U geht es im Jahr 2026 nicht mehr in erster Linie um die Leistung des Prozessors selbst, sondern darum, wie viel sich noch in das alte Notebook zu investieren lohnt. Wenn SSD und Arbeitsspeicher bereits eingebaut sind, kann man es weiter verwenden. Wenn man das Notebook, den Speicher, den Arbeitsspeicher und den Akku separat kaufen muss, ist es sinnvoller, nach einem moderneren Modell zu suchen.
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