CPU-Vergleichsergebnis
AMD Ryzen 7 170 vs Intel Core 5 210H: Alte Architekturen unter neuen Namen
AMD Ryzen 7 170 und Intel Core 5 210H wirken wie frische Prozessoren aus neuen Serien, aber in beiden Fällen handelt es sich eher um eine Wiederverpackung bereits bekannter Architekturen. Der Ryzen 7 170 basiert auf Rembrandt / Zen 3+ und ist im Wesentlichen dem Ryzen 7 7735HS ähnlich. Der Core 5 210H ist ein mobiler Raptor Lake-H unter einem neuen Namensschema von Intel.
Daher ist es interessanter, sie nicht als „neu gegen neu“ zu vergleichen, sondern als zwei verschiedene Ansätze zur Laptop-Leistung: AMD setzt auf 8 vollwertige Kerne und leistungsstarke integrierte Grafiken, während Intel auf ein hybrides Design, hohe Taktraten und eine flexiblere Plattform setzt.
Hauptunterschiede
| Merkmal | AMD Ryzen 7 170 | Intel Core 5 210H |
|---|---|---|
| Architektur | Zen 3+ | Raptor Lake-H |
| Fertigungsverfahren | TSMC 6 nm | Intel 7 |
| Kerne / Threads | 8 / 16 | 8 / 12 |
| Kernkonfiguration | 8 vollwertige Zen-Kerne | 4 P-Kerne + 4 E-Kerne |
| Maximale Taktrate | bis 4.75 GHz | bis 4.8 GHz |
| L3-Cache | 16 MB | 12 MB |
| Basisleistungsaufnahme | 45 W | 45 W |
| Turbo / einstellbares Limit | 35-54 W | bis 115 W |
| Integrierte Grafik | Radeon 680M | Intel Graphics 48 EU |
| Speicher | DDR5 / LPDDR5 | DDR5, DDR4, LPDDR5/X, LPDDR4X |
| Maximaler Speicherumfang | bis 64 GB | bis 96 GB |
| PCIe | PCIe 4.0 | bis PCIe 5.0 |
| USB4 / Thunderbolt | abhängig vom Laptop | Thunderbolt 4 angegeben |
Prozessorbereich: AMD gleichmäßiger, Intel agiler bei kurzen Aufgaben
Der Ryzen 7 170 verwendet das klassische Schema: 8 Kerne und 16 Threads. Alle Kerne sind hier gleich, ohne Unterteilung in leistungsstarke und energieeffiziente. Dieser Ansatz eignet sich gut für langanhaltende, multithreaded Aufgaben: Rendering, Kompilierung, Archivierung, Video-Encoding, Batch-Bildverarbeitung und schwere Multitasking-Anwendungen.
Der Core 5 210H hingegen ist anders aufgebaut. Er hat 4 leistungsstarke P-Kerne und 4 energieeffiziente E-Kerne, insgesamt 8 Kerne und 12 Threads. In leichten und mittleren Aufgaben kann er sehr schnell erscheinen, insbesondere aufgrund der Turbo-Taktrate von bis zu 4.8 GHz. Aber bei langfristiger Vollbelastung ist die Anzahl von 12 Threads im Vergleich zu 16 bei Ryzen ein spürbares Hindernis.
Um es einfach zu sagen: Intel kann in kurzfristigen, einstufigen Anläufen agiler sein, während Ryzen in langanhaltenden, multithreaded Arbeiten stärker und vorhersagbarer wirkt.
Leistung in Benchmarks
Die Ergebnisse mobiler Prozessoren hängen stark vom spezifischen Laptop ab: Kühlung, Leistungsgrenzen, Speicher und Einstellungen des Herstellers. Daher sollten die Zahlen unten eher als Richtwert für die Leistungsklasse und nicht als garantierte Ergebnisse in jedem Gerät betrachtet werden.
| Test | AMD Ryzen 7 170 | Intel Core 5 210H | Was ist zu sehen |
|---|---|---|---|
| PassMark CPU Mark | etwa 22 000 | etwa 18 000 | Ryzen ist deutlich stärker im Gesamtranking |
| Geekbench 6 Single-Core | etwas niedriger | etwas höher | Intel kann im Einzelkern schneller sein |
| Geekbench 6 Multi-Core | etwas höher | etwas niedriger | Ryzen hält sich in Multithreading oft besser |
| Cinebench 2024 Multi-Core | deutlich höher | niedriger | 8 Kerne / 16 Threads entblößen AMD stärker |
In Geekbench 6 erscheint der Unterschied zwischen den Chips oft nicht dramatisch: Intel kann in Single-Core etwas stärker sein, während Ryzen in Multi-Core überlegene Ergebnisse erzielt. In Cinebench 2024 ist der Vorteil von Ryzen im Multithreading deutlicher, weil er über 8 vollwertige Kerne und 16 Threads verfügt, während Intel nur 4 P-Kerne und 4 E-Kerne hat.
Integrierte Grafik: Hauptvorteil von Ryzen
Der größte praktische Unterschied zwischen diesen Prozessoren liegt nicht in der CPU, sondern in der integrierten Grafik.
Der Ryzen 7 170 verfügt über die Radeon 680M auf der RDNA 2-Architektur. Dies ist eine der erfolgreichsten integrierten Grafiken ihrer Generation: Sie eignet sich nicht nur für die Benutzeroberfläche, Videos und Browser, sondern auch für leichte Spiele, eSports-Projekte, ältere AAA-Titel und Arbeit ohne dedizierte Grafikkarte.
Der Core 5 210H hat integrierte Intel Graphics mit 48 EU. Für Büroarbeit, Video, Browser und grundlegende Multimedia-Anwendungen reicht diese aus, aber als Gaming-Lösung ist sie schwächer als die Radeon 680M.
Genau deshalb macht der Ryzen 7 170 in Laptops ohne dedizierte Grafikkarte besonders gut Eindruck. Ein solcher Laptop kann dünner, einfacher und sparsamer gebaut werden, bietet jedoch dennoch eine solide Grafikleistung. Der Core 5 210H sieht in diesem Szenario bescheidener aus: seine integrierte Grafik ist eher „zum Vorhandensein“ da und nicht als vollwertige Stärke.
Plattform: Intel bietet mehr Flexibilität
Der Core 5 210H hat einen wichtigen Vorteil in Bezug auf die Plattform. Er unterstützt mehr Speichertypen: DDR5, DDR4, LPDDR5/X und LPDDR4X. Das ist praktisch für Laptop-Hersteller: denselben Prozessor kann man sowohl in preiswerteren Modellen als auch in Konfigurationen mit modernerem Speicher finden.
Außerdem bietet Intel eine stärkere Schnittstellenausstattung: PCIe 5.0 und Thunderbolt 4. Für den normalen Benutzer ist das nicht immer kritisch, aber für Arbeitslaptops, Dockingstationen, schnelle externe Speicher und universelle Ports kann Thunderbolt 4 ein wichtiges Plus sein.
Der Ryzen 7 170 ist einfacher: DDR5 / LPDDR5, PCIe 4.0 und bis zu 64 GB Speicher. Für die meisten Laptops reicht das aus, aber in Bezug auf die Plattformflexibilität erscheint Intel interessanter.
Energieverbrauch und Kühlung
Auf dem Papier liegen beide Prozessoren im Bereich von 45 W, ihr Verhalten ist jedoch unterschiedlich.
Der Ryzen 7 170 wirkt in der Regel vorhersehbarer: sein Leistungsbereich ist auf 35-54 W begrenzt. Das macht ihn nicht automatisch kühl, reduziert jedoch die Wahrscheinlichkeit von plötzlichen Verbrauchsspitzen und einer starken Abhängigkeit von Turbo-Modi.
Der Core 5 210H kann bei einer Basisleistung von 45 W auf bis zu 115 W im Turbomodus ansteigen. Das bedeutet nicht, dass er ständig so viel Energie verbraucht, aber bei kurzen Belastungen kann Intel aggressiv hochtakten. In einem guten Gehäuse mit normaler Kühlung trägt das zur Leistung bei. In einem dünnen Laptop stößt ein solcher Chip schneller an die Temperatur- und Leistungsgrenzen.
Fazit
Der AMD Ryzen 7 170 erscheint als praktischere Wahl für ein universelles Laptop ohne dedizierte Grafikkarte. Seine Stärken sind 8 Kerne / 16 Threads, solide Multithreading-Leistung und deutlich leistungsfähigere integrierte Grafik mit der Radeon 680M. Für Arbeit, Studium, Multitasking, leichtes Editing, Fotos, Browser mit vielen Tabs und Spiele ohne separate Grafikkarte ist diese Option sehr ausgewogen.
Der Intel Core 5 210H ist in einem anderen Szenario interessant. Er entfaltet sein Potenzial besser in Laptops mit guter Kühlung, schnellem Speicher und idealerweise mit einer dedizierten Grafikkarte, wo die schwache integrierte Grafik nicht so wichtig ist. Für ihn sprechen hohe Einzelkern-Reaktionsfähigkeit, eine flexible Plattform, Thunderbolt 4 und die Unterstützung moderner Schnittstellen.
Wenn ein autarkes Laptop ohne dedizierte Grafik benötigt wird, erscheint der Ryzen 7 170 als bevorzugte Wahl. Geht es jedoch um eine Konfiguration mit einer separaten Grafikkarte und einem Fokus auf die Plattformmöglichkeiten von Intel, kann Core 5 210H ebenfalls eine sehr passende Option sein.
Vorteile
- Größer L3-Cache: 16 MB (16 MB vs 12 MB shared)
- Höher Herstellungsprozess: TSMC 6nm FinFET (TSMC 6nm FinFET vs 10 nm)
- Neuer Erscheinungsdatum: October 2025 (October 2025 vs December 2024)
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