CPU-Vergleichsergebnis
AMD Ryzen 7 170 vs Intel Core i7-13620H: starke integrierte Grafik oder schnellere CPU
Auf den ersten Blick scheint der Ryzen 7 170 neuer als der Core i7-13620H zu sein, aber dieser Eindruck ist irreführend. Hinter der frischen Bezeichnung verbirgt sich das vertraute Rembrandt mit Zen 3+-Kernen und Radeon 680M-Grafik. Intel hingegen kam früher auf den Markt, und seine Prozessorkerne sind deutlich schneller. Daher ist die Wahl einfach: Mit einer dedizierten Grafikkarte ist der Core i7-13620H oft sinnvoller, ohne sie - der Ryzen 7 170.
Ryzen 7 170: faktisch bekanntes Rembrandt
Der Ryzen 7 170 kombiniert acht Zen 3+-Kerne, 16 Threads und die Radeon 680M-Grafik - dasselbe Set, das die mobile Plattform Rembrandt bekannt gemacht hat. Es gibt hier keine neue Architektur: AMD hat den vertrauten Chip unter einer anderen Bezeichnung zurückgebracht.
Der Core i7-13620H ist anders aufgebaut. Es handelt sich um einen hybriden Raptor Lake mit sechs leistungsstarken und vier energieeffizienten Kernen. Auch er unterstützt 16 Threads, übertaktet auf bis zu 4,9 GHz und verfügt über 24 MB L3-Cache im Vergleich zu 16 MB beim Ryzen.
| Parameter | AMD Ryzen 7 170 | Intel Core i7-13620H |
|---|---|---|
| Architektur | Zen 3+ | Raptor Lake |
| Kerne und Threads | 8/16 | 10/16: 6 leistungsstarke + 4 energieeffiziente |
| Maximale Frequenz | 4,75 GHz | 4,9 GHz |
| L3-Cache | 16 MB | 24 MB |
| Integrierte Grafik | Radeon 680M | Intel UHD Graphics |
Core i7-13620H schneller bei CPU-Aufgaben
Die leistungsstarken Intel-Kerne sind schneller in Aufgaben, bei denen die Geschwindigkeit eines Threads wichtig ist. Der Vorteil zeigt sich beim Kompilieren, Archivieren, Bearbeiten von Fotos und Exportieren von Videos.
Die vier energieeffizienten Kerne übernehmen Hintergrundprozesse und verleihen der Multithreading-Leistung zusätzlichen Schub. Bei ausreichender Kühlung übertrifft der Core i7-13620H sowohl im Single- als auch im Multithreading-Test den Ryzen 7 170.
Der Ryzen 7 170 hat alle acht Kerne gleich. Diese Konfiguration ist einfacher, aber in puncto Geschwindigkeit hat Zen 3+ bereits Raptor Lake unterlegen.
Dabei ist es jedoch nicht ausreichend, nur die Prozessoren zu vergleichen. Zwei Laptops mit demselben Chip können in der Geschwindigkeit stärker variieren als Modelle mit unterschiedlichen Prozessoren. Die CPU bestimmt das potenzielle Leistungsniveau, während Kühlung und Leistungsgrenzen festlegen, ob es unter langer Last gehalten werden kann.
Ohne dedizierte Grafikkarte hat AMD die Nase vorn
Gerade die Radeon 680M macht den Ryzen 7 170 praktischer in einem Laptop ohne separate Grafikkarte. Die Grafikarchitektur RDNA 2 verfügt über 12 Recheneinheiten und übertrifft deutlich den integrierten GPU von Intel.
Die Radeon 680M eignet sich für E-Sport- und vergleichsweise weniger anspruchsvolle Spiele. Viele von ihnen können auf niedrigen oder mittleren Einstellungen, manchmal mit verringertem Auflösungen, gespielt werden. Für eine flüssige Geschwindigkeit ist schneller RAM im Dual-Channel-Betrieb erforderlich.
Die Intel UHD Graphics im Core i7-13620H ist für einfachere Aufgaben ausgelegt. Sie bewältigt die Benutzeroberfläche, Videos, Office-Anwendungen und die Anbindung externer Displays, benötigt jedoch für das Spielen eine dedizierte Grafikkarte.
Deshalb ist der Ryzen 7 170 in einem Laptop ohne separate GPU praktischer. Er ist zwar langsamer bei CPU-Aufgaben, erlaubt jedoch das Spielen ohne GeForce oder Radeon RX.
Mit dedizierter Grafikkarte verschwindet der Vorteil der Radeon 680M fast
Sollten in beiden Laptops dieselbe dedizierte Grafikkarte installiert sein, verliert die Radeon 680M an entscheidender Bedeutung. Dann nimmt der Core i7-13620H aufgrund der schnelleren Prozessorkerne die Führung ein.
Der Vorteil von Intel ist in CPU-intensiven Spielen und bei gleichzeitiger Videoaufnahme deutlich zu spüren. Auch beim Rendern, Kompilieren und Exportieren ist er schneller, sofern die Kühlung die Frequenzen unter langanhaltender Belastung nicht begrenzt.
Aber man muss genau die fertigen Laptops vergleichen. Ein Modell mit Ryzen 7 170 und RTX 4060 ohne strikte Leistungsbegrenzung kann schneller sein als ein Gerät mit Core i7-13620H und eingeschränktem GPU-Limit.
In einem Gaming-Laptop ist die Leistung der Grafikkarte und die Kühlqualität oft wichtiger als der Unterschied zwischen diesen beiden Prozessoren.
Was wählen
Ryzen 7 170 sollte gewählt werden, wenn:
- der Laptop ohne dedizierte Grafikkarte verkauft wird;
- Spiele mit integrierter Grafik benötigt werden;
- das Modell mit AMD deutlich günstiger ist.
Core i7-13620H ist besser geeignet, wenn:
- im Laptop eine dedizierte Grafikkarte installiert ist;
- die Geschwindigkeit der Prozessorkerne wichtig ist;
- die Kühlung für längere hohe Lasten ausgelegt ist.
Fazit
Der Core i7-13620H ist schneller bei CPU-Aufgaben und besser geeignet für Laptops mit dedizierter Grafikkarte. Der Ryzen 7 170 hat in der Geschwindigkeit der Kerne das Nachsehen, aber seine Radeon 680M ermöglicht das Spielen ohne separate GPU.
Deshalb sollte nicht die neuere Bezeichnung, sondern die gesamte Konfiguration des Laptops gewählt werden.
Vorteile
- Höher Herstellungsprozess: TSMC 6nm FinFET (TSMC 6nm FinFET vs Intel 7)
- Neuer Erscheinungsdatum: October 2025 (October 2025 vs January 2023)
- Mehr Gesamtzahl der Kerne: 10 (8 vs 10)
- Höher Maximale Turbofrequenz: 4.90 GHz (Up to 4.75 GHz vs 4.90 GHz)
- Größer L3-Cache: 24 MB (16 MB vs 24 MB)
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